
Ich komme nicht drumherum meine Meinung zu diesem nicht-musikalischen Thema Kundzutun, zu lange habe ich in meinem Kämmerchen darauf gewartet und die Tropfen die von der Decke herabfallen gezählt! Das lang angekündigte und noch viel länger erwartete Diablo III ist mit 15.5 endlich erschienen und zieht mich seither immer tiefer in seinen dämonischen Bann! Warum dieses Spiel ganz schnell zum Beziehungskiller werden kann möchte ich hier kurz erklären ^^ (Lasst es bitte trotzdem nicht soweit kommen)
Grafik: Hier wurde schon im Vorfeld viel diskutiert und herumgemeckert das es viel zu bunt und comichaft sei und kein bisschen passend blabla blabla etc. . Ein Spiel bei dem man gegen die finstersten dämonischen Mächte kämpft kann, nein muss doch dunkel, düster und noch finsterer sein nicha!!! Das Gejammere kann ich zum Teil verstehen, den das Spiel orientiert sich doch wesentlich am Comicstil des bunten World of Warcraft. Es wurde soweit ich informiert bin auch die Grafikengine des zuvor Erwähnten benutzt. Aber … es stört mich kein bisschen, alles ist sehr liebevoll und detailverliebt gemacht. Die Grafik ist natürlich nicht State of the Art, dennoch finde ich Sie sehr gelungen. Die Highlights sind die extrem effektreichen Kämpfe. Hier explodiert, schreddert, platzt, blutet, verzerrt ständig irgendetwas die Luft und unterhält mich mit mit einem Overkill an Farben und Lebendigkeit ^^.
Gameplay: Dies ist wohl der allerwichtigste Punkt, wie kann man das an sich schon sehr gute Konzept des Vorgängers noch weiter verfeinern? Grösste Neuerung ist das überarbeitete Skillsystem. In Diablo II war es noch ein auf 3 Kategorien pro Charakter aufgeteilter Skillbaum den man bei einem Levelanstieg mit Punkten fütterte. Mit diesem System konnte man sehr spezialisierte Charaktere bauen die perfekt auf verschiedene Situationen zugeschnitten waren. Es bedeutete aber auch das man um alle Kombinationen sinnvoll testen zu können (genug Punkte in die bevorzugten Fähigkeiten investieren) mehrere Charaktere des gleichen Typs spielen musste. Dies fällt nun komplett weg. Die Skills werden nun einfach ab einem gewissen Level freigeschaltet, man muss keine Punkte mehr vergeben oder sonst etwas machen. Wen dir ein Skill gefällt probierst du ihn einfach aus und sollte er dir nicht passen nimmst du dafür einen anderen. Klingt gut oder? Ja ist es auch, ich kann für verschiedene Situationen ganz schnell meine eingesetzten Fähigkeiten umstellen um so noch effektiver auf Bedrohungen reagieren und dagegen vorgehen zu können. Desweiteren gibt es mit den Skillrunen zusätzlich noch die Möglichkeit eine Fähigkeit nach Bedarf zu verändern. Ich würde mal sagen das dies eine starke Verbesserung ist die mehr Spielspass und Möglichkeiten bringt aber möglicherweise weniger Langzeitmotivation bietet. Wieso? Ganz einfach, früher hatte ich z.B. 3 Zauberinnen die ich aufgebaut habe um verschiedene Kombinationen zu spielen, heute brauche ich nur noch 1 die noch dazu nicht mehr maximal Level 99 sondern nur noch Level 60 erreichen kann. Was mir bei der Charakterplanung auch fehlt ist die Vergabe von Wertepunkten die da wären Stärke, Geschicklichkeit, Vitalität und Energie. Dies hätte man ruhig weiterhin dem Spieler überlassen können. Aber ja wie auch immer. Was auch auffällig ist, ist das die Skills vom Schaden her total von der Ausrüstung abhängig sind und nicht wie zuvor durch Levelpunkte oder Synergien gesteigert werden können. Eine starke Ausrüstung ist jetzt einfach das A und O einer glücklichen Monsterjagd
. “Zum Glück” ist Diablo III jetzt ein reines Onlinespiel in dem man für Spielgold und bald auch für echtes Geld (bei dem der Hersteller mitca$ht) Gegenstände im Auktionshaus kaufen und verkaufen kann. Mom, zum Glück ist es ein Onlinespiel? Naja das ist so eine Sache, alle die Zuhause eine schlechte oder gar keine Internetverbindung haben können das Spiel leider nicht genießen. Ebenfalls ist man immer abhängig von der Verfügbarkeit der Spielserver die in der ersten Woche nach Release ja mehr schlecht als Recht war. Das Onlinespiel bietet zwar einige Vorteile wie das Auktionshaus oder sofortiges Spielen mit Freunden oder Unbekannten, dennoch finde ich hätte es einen kompletten Singleplayer-Offlinemodus geben sollen. Wie soll man jetzt z.B. wen man von der Arbeit aus unterwegs ist und in einem Hotel einquartiert wird das kein Gratis-Internet anbietet ohne Webstick Diablo spielen können? Richtig zahlen oder gar nicht ;/. Tja hintergründig war wohl der Gedanke des Herstellers mit diesem Onlinezwang unerlaubte Raubkopien unterbinden zu können. Aber bitte, wer gibt für Diablo kein Geld aus??? ;P Also meiner Meinung nicht so prickelnd.
Was deutlich spassiger und rasanter abläuft als in Diablo II ist die Monsterkillerei an sich. Man kämpft sich durch Unmengen an Feinden, metzelt sich von einer Prügelei in die Nächste und ist dabei immer verzweifelt auf der Jagd nach besserer Ausrüstung und mächtigeren Gegenständen. Die Kämpfe sind keinesfalls monoton, oft passieren unerwartete Dinge. Da wieder mal ein Hinterhalt, Monster klettern auf eine Brücke, springen hinter Büschen hervor, seilen sich sogar von der Decke ab. Dort wieder mal ein Miniauftrag oder etwas Unerwartetes. Dazu kommen tolle Bosskämpfe die ein gewisses Maß an taktischem Vorgehen und Handeln verlangen. Super
Die Monsterhorden verlieren jetzt auch oft rote Heilungskugeln die einen während des Kampfes wieder mit Leben auffüllen. Diese sind zwingend notwendig da die Heiltränke jetzt eine längere Abkühlzeit haben und nicht sofort wiederverwendbar sind. Sehr gute Idee!
Charaktere: Geschafft haben es vom alten ins neue Diablo nur der/die Barbar/in “Alle Klassen sind männlich oder weiblich spielbar, ansonsten gibt es leider keine Personalisierung” (ein klassischer Haudrauf mit enormen Nahkampffähigkeiten) und die Zauberin (Arkanzaubercaster). Neu sind hingegen Hexendoktor (ein im Prinzip Magier der sich gerne mit Beschworenen Kreaturen umgibt), Dämonenjäger (Fernkampfcharakter) und Mönch (Heiliger Krieger der gerne die Fäuste sprechen lässt aber auch Heilungszauber etc. beherrscht). Einen herausragenden Charkater gibt es nicht, alle sind sehr gut ausbalanciert und durchdacht. Man spielt einfach denjenigen der einem am meisten zusagt
. Und eigentlich probiert man irgendwann eh alle aus hehe ;P.
Schwierigkeitsgrad: Auf der Stufe Normal spielt es sich eigentlich Recht einfach dahin, dennoch fällt mir auf das es doch etwas schwerer ist als in Diablo II. (Oder ich kanns einfach nicht haha
Die Monster in den höheren Schwierigkeitsstufen Alptraum, Hölle und neuerdings Inferno werden nicht nur immer stärker und haben mehr Leben/Resistenzen. Nein, Sie bekommen auch immer mehr Fähigkeiten hinzu. So kann es passieren das ein auf Normal harmloses Monster auf höheren Schwierigkeitsgraden sehr unangenehme Eigenschaften mit sich bringt das es gegen den Spieler einsetzt. Gruppen besonderer Monster die immer wieder auftauchen sollen so härtere Gegner sein als so mancher Endboss.
Story: Sollte jeder selbst kennenlernen
Fazit: Unbedingter Kaufzwang! Ein fast perfektes Spiel mit einer wahrscheinlich hohen Langzeitmotivation. Ende








